Schritt 1: Die Spielfläche Witzelroda
Zuerst brauchte ich natürlich eine geeignete Luftaufnahme. Und was wäre da besser als Google-Maps-Satellitenaufnahmen? Natürlich wäre es schön, wenn es aktuelle Aufnahmen sind: und was für ein Zufall! Es scheint irgendwann in den letzten Monaten wohl eine Aktualisierung gegeben zu haben. Sieht alles schick aus - doch ohje... die Auflösung muss so hoch sein, das mir nichts anderes übrigblieb, als viele Bildschirmfotos zu einem großen Bild zu montieren...
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Schritt 2: Montage und Retusche Luftaufnahme
Mit etwas Geschick und viel Geduld, lässt sich aus den einzelnen Bildern auch schön eine Karte der Gegend erstellen. Nervig sind einzig und allein die tausend GOOGLE-Wasserzeichen... aber auch hier habe ich kräftig drüberpoliert und das Ergebniss kann sich wirklich sehen lassen ,-)
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Schritt 3: Spielfläche festlegen
Die bearbeitete Luftaufnahme wäre natürlich zu groß und die Häuser auf dem Spielbrett am Ende viel zu klein. Deshalb wird erstmal das Bild gedreht und dann ein optimaler Ausschnitt gewählt, damit alles drauf ist und in den nächsten Schritten auch gut mit den Straßen gearbeitet werden kann...
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Schritt 4: Spielroute
Bis zu diesem Punkt war ich mir über eines nicht im klaren: Die Spielsteine haben ja eine gewisse Größe und Standfläche... Wo soll die bitte hingestellt werden, wenn die Straßen im Bild gerade mal 5 mm breit sind??? AAAARGH!!!
Doch nicht verzweifeln: Erstmal die (eventuellen) Spielrouten einzeichnen. Im Nachgang muss ich gestehen, eine einfache A nach B-Strecke wäre viel einfacher gewesen als das Durcheinander hier...
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Schritt 5: Geteiltes Leid
Nachdem ich also das Bild mühevoll zusammengepuzzlet hatte, musste ich das ganze wieder so zerteilen, das die Straßen breit genug zum "ziehen" waren. Unangenehmer Effekt: Die Schollen lassen sich nicht so schieben, das alle Abstände gleich groß sind (auf dem Bild gut zu sehen).
Also mussten Gartengrundstücke verkleinert, Wiesen hinzugefügt und Bäume versetzt werden, damit alles irgendwie zusammenpasst.
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Schritt 6: Rasenpflege
Die einzelnen Abschnitte sind nun wieder zusammengefügt und ich freue mich, eine Landschaft mit breiten weißen Flussläufen erzeugt zu haben. Damit das ganze natürlich wieder etwas natürliches kriegt, nimmt man am besten eine Rasentextur, passt deren Farbe und Unschärfe (wichtig!!!) an - sonst sieht das ganze zu künstlich aus - und füllt Stück für Stück die freien Flächen. Auf Bild Nummer 3 sieht man schön, wie die Schatten der Häuser mit freigestellt wurden. So kommt später etwas mehr 3D-Feeling rein...
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Schritt 7: Wege- und Straßenbau
Alles grünt und blüht und schon kommt der Hammer des Straßenbauamtes und macht alles platt ;-) Natürlich bleibt unsere Natur unberührt - dafür wird aber auf dem digitalen Spielbrett nach und nach eine Asphaltdecke einmontiert und dann jedes Stück Bordstein einzeln (nein, das ist nicht nur einfach eine Linie!) gedreht, eingefügt und angepasst - bis eine saubere, kantige Straßeneinfassung zustande kommt...
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Mit der Straße hat das Spielfeld-Schubsen aber leider noch kein Ende. Was fehlt, sind natürlich noch die Wege. Hier hab ich mich einfach mal einem Bild von Natursteinplatten bedient.
Die passen zum natürlichen Flair von Witzelroda und kommen gut als Spielfläche.
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| Diese Natursteine bekommen jetzt schon mal den ersten Anstrich, die Kreuzungsfelder werden ebenso wie die Witzelroda-Felder eingebaut. Das Schwarze Feld ist das sogenannte Arschlochfeld - wer hier später hinzieht, stirbt und muss von 0 anfangen ,-))) |
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Schritt 8: Etwas Farbe ins Spiel bringen
Natürlich gehört zu einem Brettspiel auch der bunte Rummel-Charakter. Sonst wärs ja kein Spiel. Zuerst wurden die Straßenfelder aufgeteilt in etwa gleichgroße oder zur Position passende Felder und dann mit schicken Farben und Bildern gefüllt. Sicherheitshalber habe ich noch 4 Bauscheiben freigestellt und eingebaut - geplant waren hier "echte" Baumscheiben. Doch dazu später mehr...
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Spielfelder-Aufteilung: man muss hier daran denken, das die Felder nicht einfach wahllos verteilt werden dürfen! Jedes Team sollte die gleichen Chancen haben, Felder zu erreichen. Dazu kann man gerne auch die Stochastik zur Hilfe nehmen und die Wahrscheinlichkeiten bzw. Anzahl der Felder ausrechnen... bla bla bla... eine Woche Planung und Bau sag ich nur...
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Schritt 9: Kreuzungen und Schilder
Um die Spieler in die richtigen Wege zu lenken, werden jetzt noch Schilder, Verkehrszeichen und sonstige Markierungen ergänzt.
Manches habe ich mit etwas Perspektive eingebaut. Damit es etwas "echter" wirkt... Unten sieht man das "Rummel-Feld" mit den 4 roten Zielmarkierungen bereits.
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Schritt 10: Halbzeit
Zur Halbzeit haben wir ein buntes, geordnetes Spielfeld.
Startfelder gibt es, Spielfelder zum ziehen, Kreuzungen und Hinweisschilder...
Nun kann es mit den Ereignissfeldern und Textfeldern weiter gehen...
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Schritt 11: Spassfelder und Textfelder
Um Zeit und Kosten zu sparen, habe mich mich kurzerhand entschieden, ACTIVITY-Spielkarten also Action-Karten zu nutzen. Sicher kann man hier auch eigene Karten bauen, aber mit den Witzelroda-, Frage- und Textkarten habe ich noch genug zu tun.
Zuerst also Logos für die einzelnen Felder bauen und diese dann abgezählt auf die Wege verteilen. Das entpuppt sich als schwerer als ich dachte. Ich bin also von jeder Startposition aus losgegangen und habe die Bilder verteilt. So kann sich keine Gruppe beschweren, das bei Ihr öfter das eine oder andere Feld erscheint.
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Als nächstes dann die Textfelder. Hierfür gingen auch einige Abende drauf, da es gar nicht so leicht ist, sich genügend Texte aus den Fingern zu saugen. Im Nachhinein sehe ich ein, das ich zu oft "AUSSETZEN" genutzt habe. Hintergedanke war aber hier, das durch die Pausen immer Zeit zum quatschen, trinken oder auch den Klogang ist und so für alle das Spiel nicht so "bindend" ist...
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Am Schluss kommen dann noch die Kartenfelder und das Stellfeld für die Schüssel mit den Fragekarten dazu. Taaaataaaaa! Fertig ist das ganze Spielfeld.
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Die digitale Fassung ist somit fertig!
Werft hier einen Blick auf die "digitale Fassung" meines Spielbrettes:

Weiter gehts nun mit der Arbeit an den Spielmaterialien und dem Spielbrett an sich...
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Die Bastelarbeit am Rechner war zwar langwierig (mein Laptop ist auch nicht so gut, diese Masse an Daten zu verarbeiten) hat sich aber gelohnt. Lieber etwas länger vorbereitet als danach geärgert... Nun muss das ganze ja noch spielfertig gemacht werden.
Zuerst fuhr ich also in den Baumarkt und kaufte zwei Platten, die zusammen etwas kleiner als A0 waren. Nicht zu dick, aber schon fest genug um ein paar Transporte unbeschadet zu überstehen. Dann ganz einfach mal nach A0 Druck googlen. Bei 1-2-3 print gibts das schon für um die 25 Euro in richtig guter Qualität.
Die Platten habe ich mit gewöhnlichem "Panzertape" also Gewebeklebeband so aneinander geklebt, das die Platten nach innen klappbar und somit transportabel sind. Im ganzen ist das Spielfeld jetzt ca. 120 cm breit und 75 hoch. Also ein ganz schöner Klumpen. Ist es zu groß ist Dein Tisch zu klein ;-)
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Dieses Feld dann mit Doppelseitigem Klebeband auf die Platte kleben und versuchen, möglichst wenig große "Hügel" zu erzeugen, ist gar nicht so einfach - aber mit doppelseitigem Klebeband ist die Möglichkeit, das Papier noch mal zu lösen gegeben. Klebt Ihr es ganzflächig, wird das Material oder der Ausdruck wohl nicht ganzbeinig wieder abgehen...
Nun kam eine der schwersten Aufgaben: Die ganzen Ideen für den Spielablauf in eine leicht verständliche Anleitung zu pressen... Gar nicht so einfach, da man bei jedem Wort bedenken muss: "Versteht das jemand, der das Spiel noch nie zuvor gesehen hat?"
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Um auch was zum Anfassen zu haben, habe mich wieder etwas umgesehen und bei Amazon für ca. 5 Euro ein Set aus Sanduhren gefunden und eine Wörterlernspiel mit gaaanz vielen Buchstabenwürfeln. Auch für ca. 5 oder 6 Euro.
Die Klötzchen an den Startpositionen (Bild rechts) sind einfach nur zurechtgesägt und glattgeschliffen. Dahinein werden dann die Startpositions-Team-Schilder gesteckt (siehe Bild unten links)
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Den richtigen Kick gab es leider erst nach dem Fotoshooting. Mein Schwiegervater Ronald hat sich die Mühe gemacht, und die "aufgedruckten" Holzscheiben noch mit echten bestückt. Total schick sag ich nur und später auch noch sehr nützlich.
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| Die Buchstabenwürfel habe ich dann in ein Säckchen gesteckt (hier leider nicht im Bild - nur der Sack ,-).
In diesem Beutel befinden sich die Buchstaben des Alphabets jeweils einmal - ganz wichtig für die A-B-C-Aufgaben. Dazu noch jeweil ein farbiger Spielstein und Würfel aus einem Pokerkoffer (warum auch immer da Würfel drin sind...)
Ich denke das war zur technischen Ausführung erstmal genug. Hier noch ein paar Ansichten und den Spielablauf werde ich zu gegebener Zeit nach Anfügen.
Zu Silvester haben wir jedenfalls die ersten Probelauf, quasi die Premiere gespielt und es war saucool. Nur in der Spiellänge habe ich mich etwas verschätzt... Zeit solltet Ihr auf jeden Fall mitbringen.
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Und wann geht es in Produktion? Ich glaube, es gibt da einige, die gerne Eines ihr Eigen nennen würden...Zähle ich mich jetzt auch dazu ;)
War ein echt witziger Abend!